In der Regel ist es notwendig, dass das von der Bank gewährte Darlehen für den Ankauf des Bootes abgesichert werden muss. Dies erfolgt meistens durch eine Sicherungsübereignung des Bootes an die Bank oder durch Eintragung einer Schiffshypothek in das Schiffsregister.

Manch einer mag die Sicherungsübereignung bereits aus der Kfz-Finanzierung kennen. Bei einer Schiffsfinanzierung ist die Funktionsweise dieselbe: Verkürzt gesagt geht bei einer Sicherungsübereignung das Eigentum des Bootes nach Erwerb auf die Bank über. Der Kreditnehmer erhält dafür von der Bank das recht, das Boot zu nutzen. Erst nachdem der Darlehensbetrag vollständig vom Kreditnehmer bezahlt worden ist, wird ihm von der Bank das Boot zurückübereignet, und er wird Eigentümer des Schiffes.

Qualität und Leistung für langjährigen Bootsspaß

Die Bank wird bei allen anderen Finanzierungen daher das Boot mit einer Schiffshypothek in Höhe des Kreditbetrages (zzgl. Zinsen) belasten. Im Rahmen einer Schiffshypothek verbleibt das Eigentum des Bootes beim Kreditnehmer. Die Bank wird bei Nichterfüllung des Darlehensvertrags aber berechtigt, sich aus dem Erlös, der bei der Zwangsversteigerung des Bootes erzielt wird, in Höhe des Hypothekenbetrages zu bedienen. Sie ist also vergleichbar mit einer Immobilienhypothek.

Zur Bestellung einer Schiffshypothek wird zunächst das Boot auf Veranlassung des Kreditnehmers in ein Schifffahrtsregister eingetragen. Diese Register werden in Deutschland an allen größeren Amtsgerichten geführt. Nach der Registrierung wird das Boot dann mit der Hypothek zugunsten der Bank belastet, wobei Registrierung und Belastung Hand-in-Hand gehen können. Für die Vornahme dieser Eintragungen ist es seitens des Kreditnehmers erforderlich, einen kundigen Notar zu beauftragen, der in Zusammenarbeit mit der Bank die notwendigen Formalitäten erledigt. Dessen Kosten sowie die Kosten für die Eintragungen sind in der Regel von dem Kreditnehmer zu tragen.

 

Der Vorteil für den Kreditnehmer ist, neben dem verbleibenden Eigentum am Boot, dass er auf diese Weise in internationalen Gewässern unterwegs sein und einen Liegeplatz im Ausland haben kann. Als nachteilig wird er die Abwicklungskosten für die Eintragungen von Schiff und Hypothek in das Schifffahrtsregister empfinden, die sich auf höhere vierstellige Beträge summieren können. Die Bank wiederum erhält sich mit der Hypothek die Zugriffsmöglichkeiten auf das Schiff, da das Rechtsinstitut der Schiffshypotheken international anerkannt ist. Auch ein Weiterverkauf des registrierten und mit der Hypothek belasteten Schiffs an einen Dritten kann grundsätzlich ohne die Zustimmung der Bank nicht oder nur sehr schwierig vorgenommen werden.

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