Vor der Vergabe von Krediten haben die Kreditinstitute eine sogenannte Bonitätsprüfung des Anfragenden vorzunehmen. Bei natürlichen Personen erfolgt eine solche Bonitätsprüfung in der Regel mittels der Einholung einer SCHUFA-Auskunft.

Was ist die SCHUFA?

Die SCHUFA („Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“) sammelt personenbezogene Daten, die bei ihr gespeichert und über einen Scoreformel ausgewertet werden. Die SCHUFA  selbst gibt auf ihren Internetseiten an, welche Daten sie speichert (vgl.: https://www.schufa.de/de/private/wissenswertes/faq/faq.jsp unter Frage 2.2). Dort heißt es auszugsweise:

„(…) Zum einen speichert die SCHUFA zu natürlichen Personen personenbezogene Daten wie:

  • Namen
  • Geburtsdatum und ggf. -ort
  • Anschrift
  • eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften
  • Ihren persönlichen SCHUFA-Basisscore

Ferner erhält die SCHUFA von ihren Vertragspartnern Informationen über:

  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Mobilfunkkonten
  • Versandhandelskonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite und Bürgschaften
  • sowie etwaige Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen (…)““
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Weist eine SCHUFA-Auskunft Informationen auf, die auf eine schlechte Bonität des Interessenten hinweisen (sogenannte Negativmerkmale), führt dies in der Regel zu einer Ablehnung des Kreditantrages durch das Kreditinstitut. Es gibt aber auch Kreditinstitute, die trotz eines negativen SCHFA-Eintrages zu einer Finanzierung bereit sind. 

Dies hängt zum einen von den persönlichen Verhältnissen/Umständen des Kreditsuchenden und zum anderen von der angefragten Kreditsumme ab; je niedriger diese ist, umso „einfacher“ ist es in der Regel, einen Kredit auch ohne SCHUFA-Auskunft zu erhalten.

 

Kreditsuchende mit negativer SCHUFA-Auskunft suchen daher oftmals nach Alternativen, also nach einer Kreditvergabe ohne SCHUFA-Auskunft. Es finden sich hierzu im Internet durchaus Angebote, die damit werben, Kredite auch ohne eine SCHUFA-Auskunft zu erteilen. Kreditinstitute verschenken aber nichts: Ist die Bonität schlecht, schlägt sich das üblicherweise in den Zinssätzen nieder, sofern überhaupt Kredite gewährt werden. Denn bei geringer Bonität wächst das Ausfallrisiko für das Kreditinstitut. Dann ist der Zinssatz deutlich höher als ein vergleichbarer mit (positiver) SCHUFA-Auskunft.

 

Bei manchen Angeboten ist jedoch auch Vorsicht geboten. So verlangen einige Anbieter z.B. eine Vorab-Zahlung für eine Kreditvermittlung, ohne dass das Zustandekommen eines Kredites ohne SCHUFA-Auskunft überhaupt gesichert ist. Kommt der Kreditvertrag nicht zustande, ist die Vorab-Zahlung oftmals verloren. Andere Anbieter wiederum sitzen im Ausland, was im Krisenfall ebenfalls zu Problemen führen kann (schwere Greifbarkeit des Anbieters, womöglich anderes anwendbares Recht u.a.). Oder aber der Interessent wird zum Abschluss von unnötigen Versicherungen gedrängt. Kommt der Kreditvertrag nicht zustande, besteht dann der Versicherungsvertrag fort mit der Folge von weiteren Kosten. Oftmals handelt es sich also bei der Werbung für Kredite ohne Schufa um Lock-Angebote, die für den Kreditsuchenden kein Ergebnis, aber weitere Kosten mit sich bringen. Von der Inanspruchnahme solcher Angebote raten wir ab. Auf keinen Fall sollte der Interessent mit irgendwelchen Zahlungen oder Abschlüssen von weiteren Verträgen, die nichts mit dem eigentlichen Kreditvertrag zu tun haben, in Vorleistung gehen!

 

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie in einer Sondersituation sind. Wir werden ohne Extra-Kosten für Sie unsere guten Kontakte zu namhaften Kreditinstituten nutzen und Ihnen ehrlich und fair unsere Einschätzung mitteilen.

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