Motorboote leasen

Motorboote leasen

Es ist wahrscheinlich eine der Ideen, die den Markt für neue Automobile in den letzten Jahrzehnten am spürbarsten verändert hat: Ein Auto leasen statt besitzen. Zudem schafft das Leasingmodell viele Risiken und Unwägbarkeiten aus der Welt, die der Autokauf mit sich bringt: Der Wiederverkauf nach drei bis fünf Jahren inklusive des möglichen Wertverlustes oder auch die hohe Kapitalbindung und der Verlust finanzieller Flexibilität.

Leasing lohnt sich auch im Bootsbereich

Eigentlich also keine große Überraschung, dass auch die Motorbootbranche das Leasing als Finanzierungsmodell entdeckt und an die Bedürfnisse des Motoryachtmarktes angepasst hat. Hierdurch konnten bereits viele neue Bootseigner gewonnen werden, die in Motorboot bislang nicht direkt kaufen wollten. Zudem können die Vorteile des Leasings, durch die häufig höheren Preise der Motorboote im Vergleich zum Automobil, unter bestimmten Umständen noch stärker zum Tragen kommen.

Leasen oder Kaufen

Es ist kaum mehr als zehn oder fünfzehn Jahre her, da gab es zwei Möglichkeiten zum Motorbootfahren: Ein eigenes Motorboot kaufen oder es für den Urlaub oder Tagesausflüge mieten. Motorboote leasen ist in gewisser Weise die beste Möglichkeit, die Vorteile beider Möglichkeiten miteinander zu verbinden.

Motorboote leasen

Leasing für Monate oder Jahre

Motorboote leasen ist in den zentralen Punkten weitestgehend identisch mit dem Autoleasing. Die meisten Motorboot Leasingverträge laufen über drei bis fünf Jahre. Letztlich ist dies eine reine Frage der Absprache zwischen dem Leasingnehmer und dem Leasinggeber. Es gibt Leasingkunden, die Motorboote leasen für nur wenige Monate. Ebenso Fälle mit Leasingzeiten von acht Jahren oder mehr.

Leasingverträge gut verhandeln

Verhandeln Sie einen Leasingvertrag genauso, als ob Sie das Motorboot kaufen würden: Feilschen Sie mit dem Verkäufer. Bis Sie einen akzeptablen Verkaufspreis oder die gewünschte Ausstattung erreicht haben. Der Kaufpreis der Motoryacht und der vom Leasinggeber geschätzte Restwert am Ende der Laufzeit bestimmen die Höhe der Leasingrate. In den Verhandlungen sollten Sie den Restwert ebenso hart verhandeln, wie den eigentlichen Kaufpreis.

Restwert des Bootes berechnen

In die Berechnung des Restwertes fließen eine Reihe von Faktoren ein: Wie viele Betriebsstunden wird das Motorboot laufen? In welcher Klimaregion ist das Motorboot im Einsatz, eher nördliches oder eher südliches Revier? Süß- oder Salzwasserrevier? Wie sieht das Winterlager aus?

Sie sind der Bootseigner

Sind diese Bedingungen des Leasingvertrages für Ihr neues Motorboot fertig verhandelt und der Vertrag unterschrieben, verkauft der Bootshändler das Motorboot an eine Bank oder Leasinggesellschaft. Für die Dauer des Leasingvertrages wird diese Eigentümerin des Motorbootes. An das Finanzinstitut leisten Sie dann die monatlichen Leasingraten.

Hier liegt vielleicht der größte Unterschied zum Autoleasing. Leasingraten für Motorboote liegen verhältnismäßig im Schnitt über den Raten eines Autoleasings. Der Grund ist einfach: in den ersten Jahren nach dem Kauf ist der Wertverlust bei Booten besonders hoch. Die Leasingrate spiegelt diese Abschreibung wider. Motorboote leasen kommt also vor allem für Kunden mit einem klaren Ziel in Frage: Im Gegenzug für eine höhere monatliche Leasingrate sehen sie die Sicherheit eines zeitlich und finanziell klar geregelten Ausstiegs als Vorteil.